LINUS IN DER STUFENWELT | Theater Osnabrück (ab 10 Jahren)
Uraufführung

Linus lebt mit seinen wohlhabenden Eltern und seiner begabten Schwester ein sorgenfreies und behütetes Leben in Sphäre 1. Doch nun steht alles auf dem Spiel. Denn jeder Jugendliche absolviert in seinem Alter beim »Großen Berechner« einen geheimnisvollen Test. Abhängig von diesem Ergebnis wird er einer Sphäre zugewiesen.

In der »Stufenwelt« haben nur die Angehörigen von Sphäre 1 Zugang zu allen Möglichkeiten, zur besten Ausbildung und können sich frei bewegen. In Sphäre 2 leben diejenigen, die den Wohlstand erarbeiten, die in der Industrie eingesetzt werden und unter ärmlichen bis schlimmen Bedingungen leben müssen. Linus lehnt sich auf gegen diese Ungerechtigkeit und will mit Yosh, einem Jungen aus Sphäre 2, tauschen. Doch dazu müsste sein Freund Chem, ein notorischer Computerspezialist und rebellischer Charakter, den »Großen Berechner« austricksen – ein gefährliches Abenteuer. Zugleich bedeutet ein künftiges Leben in Sphäre 2 Abschied von seiner Familie und von vielen Freunden. Linus bricht auf in die Stadt der armen Leute und schaut sich an, wie er leben würde, wenn der Plan gelingt. Gewinnt seine Angst die Oberhand, oder können Chem und er ihren Plan in die Tat umsetzen und Yosh helfen? Die Zweifel der beiden an der Gerechtigkeit einer Welt, die vielen Menschen ein Schicksal zuweist, das sie nicht wollen und das von einer Maschine entschieden wurde, springen aufs Publikum über. Und wie weit ist diese Zukunft noch entfernt, angesichts von Bewerbungs-Algorithmen und Big Data?

Von Anne-Laure Bondoux

Deutsch von Silvia Schröer

INSZENIERUNG Selina Girschweiler

BÜHNE, KOSTÜME Nathalie Himpel

MUSIK Hussein Al-Dabash

DRAMATURGIE Karin Nissen-Rizvani

THEATERPÄDAGOGIK Lars Kajuiter

LINUS David Krzysteczko
Vater, Chem, Yosh Soheil Emanuel Boroumand
Mieg, die Schwester von Linus; Zanz Anne Sofie Schietzold

VIDEOKONZEPT Selina Girschweiler

VIDEOSCHNITT Jan van Triest

FOTO Uwe Lewandowski

Die Jury sagt: 

Die Inszenierung schafft es in kurzweiliger Bildersprache und schnellem Tempo, die Fragen Linus‘ an Gesellschaft immer weiter in unsere Realität zu holen, behält dabei dennoch stets einen hoffnungs- und humorvollen Grundton.

(Céline Bartholomaeus)